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Arbeit mit Geflüchteten in unserer Kirchengemeinde
– ein Schwerpunkt unseres Handlungsfeldes „Diakonische und soziale Arbeit“

Fluchtgeschichten werden uns auch in den nächsten Jahren herausfordern. Zum einen in unserem politisch-theologischen Denken und Tun: Unser Leben und Verhalten im christlichen Abendland hat mit den Fluchtursachen im armen Süden zu tun, das Themenfeld Gerechtigkeit / Teilhabe / Miteinander ist und bleibt auch ein örtlich wichtiges und sollte nicht rechten DemagogInnen überlassen werden. Zum anderen in unserem diakonischen Auftrag: Die bis zu uns Gekommenen sind oft die Geringsten, an sie sind wir besonders gewiesen, in ihnen begegnet uns Jesus selbst.

Unsere
Situation

Das Gemeindehaus an der Versöhnungskirche ist zentral gelegen. Es hat vormittags häufig freie Räume, zu ausgesuchten Zeiten auch nachmittags. Ab etwa 2018 wird es umgebaut und ist eine Zeitlang nicht nutzbar. Das Gemeindezentrum Kellen liegt ungünstiger. Es kann übergangsweise bis zu seiner Schließung genutzt werden.

Unsere Möglich­keiten:
Räume

Bezahlte eigene Kräfte nur für die Arbeit mit Geflüchteten haben wir bis Juli 2016. Etliche Gemeindeglieder unterstützen Flüchtlinge und ihre Familien durch praktische Hilfen und Spenden. Die mit Diakonie betraute Pfarrerin wird organisatorische, vernetzende und begleitende Arbeit leisten. Der Umfang dieser Arbeit ist noch festzulegen. Zum „Netzwerk Asyl“, entstanden 2014 im Zusammenhang mit der Sammelunterkunft in der Braustraße, gehören neben Caritas, Kirchengemeinden und Stadt zunehmend mehr Vereine und Institutionen. Es ist inzwischen stadtweit tätig.

Menschen

Die Spenden- und Fördermittel für die Arbeit von Friedrich Foerster werden mit dem Ende seiner Stelle aufgebraucht sein. Haushaltsmittel für die Unterstützung der ehrenamtlichen und begleitenden Arbeit sollen eingeplant werden, Spenden und Fördermittel sind weiterhin einzuwerben.

Geld

Geflüchtete mit ungesichertem Aufenthaltsstatus haben entweder keinen Anspruch auf Sprach-und Integrationskurse oder haben Wartezeiten. Besonders für sie bieten wir Deutschkurse an – auf ehrenamtlicher Basis und eng vernetzt mit den Vereinen Beth HaMifgash und Hafen der Hoffnung. Es gibt gemeinsame regelmäßige Lehrkräftetreffen. Auch nach dem Umbau an der Versöhnungskirche soll mindestens ein Raum für Sprachlern- und Integrationsarbeit mit nutzbar sein.

Unsere
Pläne:
Deutsch­kurse

Anlässlich des Sprachunterrichts fällt weiterer Unterstützungsbedarf auf. Die Sprachlehrenden und weitere Gemeindemitglieder nehmen sich dieser Aufgabe an. Überforderung und fehlgeleitete Hilfe ist zu vermeiden. Auch deshalb halten wir Verbindung zum FlüchtlingsRat, genießen das Fachwissen und den Einsatz der Mitarbeiterin dort. Die Pfarrerin hält die Verbindung der Engagierten untereinander aufrecht, versorgt mit Informationen und führt die Beteiligten ein- bis zweimal im Jahr zusammen.

Einzelfall­hilfe

Wo die Anwendung des Asylrechtes zu unzumutbaren Härten führt, gewährt die Gemeinde unter genau bestimmten Bedingungen Kirchenasyl, schafft Spielräume zu besseren Lösungen. Das geschieht in Zusammenarbeit mit Kirchenkreis und Landeskirche, mit dem Verein „Asyl in der Kirche“ und dem FlüchtlingsRat Kleve – und im Gespräch mit Politik und Ämtern. Für dieses Angebot braucht es räumliche Gegebenheiten (Men­schen im Kirchenasyl können das Grundstück nicht verlassen!), Notfallpläne und bereite Mitwirkende.

Kirchen­asyl

Verabschiedet vom Presbyterium im Juni 2016