Diakonieprojekt Straßenkinder Burundi

Corona? Anderes überwiegt!

Ein ungewöhnliches Schuljahr ist auch in Muyinga und Umgebung zu Ende gegangen. Wenn dieser Gemeindebrief erscheint, sind die Heimbewohner des Centre Garuka noch in ihren Ferien, bei Angehörigen oder im Heim, die kleinen Schülerinnen und Schüler der Vorschule bei den Batwa in Ruganirwa sehen ihre Schule nur von außen und die Lernenden der Landwirtschaftsschule in Buhinyuza (ETAB) unterstützen zuhause ihre Angehörigen bei der Landarbeit.

Für die meisten Menschen in Burundi ist das Leben mit dem Coronavirus nicht das vordergründige Problem, aber in Ruganirwa hat es doch große Auswirkungen auf die Kinder. Durch die Schließung der Grenzen und die Zurückhaltung bei Reisen in die Provinz konnte die Hilfsorganisation, bei der die Kindergartenkinder mittags ein Essen bekamen, nicht mehr liefern und kochen. Da diese Küche für die Grundschule der Region zuständig ist, bekamen auch die dortigen Grundschüler*innen (einige davon aus dem Batwadorf) keine Mahlzeit. Für etliche der Eltern, die es immer noch von der Notwendigkeit von Bildung zu überzeugen gilt, war damit der Grund, ihre Kinder in die Schule zu lassen, hinfällig. Verena Stamm plant für das neue Schuljahr einigen der Batwafrauen das Kochen für Gruppen beizubringen und den Vorschulkindern wenigstens einen warmen Brei täglich zukommen zu lassen.

Durch die immer wieder kehrenden starken Regenfälle und Überflutungen im Land sind zehntausende Menschen obdachlos geworden und leben in Lagern. Auch Mitarbeiter*innen der Fondation Stamm in Bujumbura sind davon betroffen und in deren Einrichtungen untergekommen. Am Schulgebäude in Ruganirwa ist das hölzerne Vordach abgebrochen, so d ass die Näherin Joselyne die Ausbildung nun unter freiem Himmel oder in der Ferienzeit, in der Schule fortführt. Eigentlich sollte diese Ausbildung eine Möglichkeit zum Broterwerb für erwachsene Batwa bieten, aber nun sind auch zwei Kinder dabei, die auf Grund ihrer Armut nicht mehr die Schule besuchen konnten. Die Ausbildung zur Näherin ist im Dorf und kostenlos. Um gelegentlich ein wenig Geld zu verdienen, gehen die Kinder Anitha und Innocent tageweise in Fabriken, z.B. für die Herstellung von Ziegeln.

Die Jungen im Centre Garuka sind im Heim durch die Fondation Stamm gut versorgt. Der Kleinste (Don Promis) amüsiert sich, seine Mitbewohner und die Mitarbeitenden mit fröhlichem Spiel, während die anderen Bewohner den Koch Eddy, den Gärtner Vianney und die anderen Mitarbeiter*innen in ihrer Arbeit und beim Grundreinemachen des Hauses unterstützen.

So wie in allen Häusern der Fondation Stamm stehen am Eingang der Gebäude Wasserkanister mit Auslauf und Seife zur Verfügung, um die Handhygiene zu gewährleisten. Näher*innen der Fondation Stamm haben Stoffmasken genäht, da diese in Burundi kostengünstig nicht zur Verfügung standen. Weitergehende Schutzmaßnahmen gegen Covid 19 werden hauptsächlich von ausländischen Organisationen eingehalten. Nach den Wahlen und dem plötzlichen Tod des Nochamtsinhabers, gibt es nun vorzeitig einen neuen Staatspräsidenten der bislang regierenden Partei, Gouverneure und Verwalter wurden ausgewechselt und die Staatsmacht setzt Regeln gegen Korruption und falschen Journalismus durch. Oft sind davon jedoch Oppositionelle betroffen. Für die einfache Bevölkerung bleiben weiterhin die Armut, einfach zu bekämpfende Krankheiten wie Malaria (bei denen die Medikamente den Menschen zu teuer sind) und Unwetter mit ihren Folgen das größte Problem.

Die Sonderzahlung der Gemeinde über 2500€ und unsere halbjährliche Zahlung für den Unterhalt des Centre Garuka und der Schule in Ruganirwa sind abgeschickt. Wenn dieser Gemeindebrief erscheint, denken wir schon wieder an den Unterhalt, der im Januar 2021 versandt wird. In diese Zeiten fällt es bislang viel schwerer, Geld als Spenden und Kollekten zu sammeln. Aber

und Kollekten zu sammeln. Aber diese beiden Projekte in Muyinga leben nur von dem Geld, das unsere Gemeinde dorthin sendet. Seit über 12 Jahren gelingt uns dies in ausreichendem Maß und ich bin zuversichtlich, dass wir es auch zu Coronazeiten hinbekommen!

Wenn Sie spenden möchten, tun Sie dies bitte auf das Konto:

 

Evangelische Kirchengemeinde Kleve

Sparkasse Kleve

IBAN: DE98 3245 0000 0000 1041 25

BIC: WELADED 1KLE

Kennwort: Burundi

 

Ihre Extraspende können Sie auch gekennzeichnet in die Kollekte geben. Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenquittung.

Diakonisches Engagement Von einer weiteren Möglichkeit der Unterstützung wurde bereits von einigen Gemeindegliedern Gebrauch gemacht. Sie ließen sich bei persönlichen Festtagen, wie runde Geburtstage oder Ehejubiläen, von ihren Gästen mit einer Spende für Burundi beschenken. Eine Idee auch für Sie, selbst in Zeiten, in denen die Feste kleiner ausfallen?!

Beate Ihle- Fischer

Besuchsdienste

Sie haben Interesse an menschlichen Begegnungen, können gut zuhören, haben ein wenig Zeit übrig und möchten sich engagieren?
Dann sind Sie herzlich willkommen in den ehrenamtlichen Besuchsdienstkreisen unserer Kirchengemeinde!

Zum einen besuchen wir Menschen zu ihrem Geburtstag, um ihnen die Grüße der Gemeinde zu überbringen. Zum anderen Gemeindemitglieder, die wenig Außenkontakte haben, die einsam sind.

Begleitet werden die Besuchsdienstkreise jeweils von den Bezirkspfarrern / der Bezirkspfarrerin

  • Georg Freuling, Tel. 836 2155
  • Achim Rohländer, Tel. 836 2386
  • Elisabeth Schell, Tel. 453031

Amnesty International

Auch in Kleve gibt es eine Ortsgruppe von Amnesty International.
Sie trifft sich

jeden dritten Dienstag im Monat

von 19:00 – 21:00 Uhr

im Gemeindezentrum
an der Auferstehungskirche
(Jahnstr. 25, Kleve-Kellen)

Bitte rufen Sie an, wenn Sie Interesse haben.

Kontakt: Beate Torunski, Tel. 02826-802823, Anmeldung erbeten.

Flüchtlingsrat

Die Evangelische Kirchengemeinde Kleve steht in engem Kontakt mit dem Flüchtlingsrat im Kreis Kleve.

Die Beratungszeiten des Flüchtlingsrates sind

dienstags von 16:00 – 18:00 Uhr
im Büro der Grünen
Brücktor 2
Telefon: 1 34 30

Zu Infoveranstaltungen, die im Gemeindehaus an der Versöhnungskirche stattfinden, wird extra eingeladen.
Ansprechpartnerin in der Gemeinde ist Pfarrerin Elisabeth Schell, Tel. 453031.

Parkinsongruppe

Jeden zweiten Donnerstag

von 15:00 – 17:00 Uhr

im Gemeindezentrum
an der Auferstehungskirche
(Jahnstr. 25, Kleve-Kellen)

kommen Parkinsonbetroffene zusammen zu sportlichen Aktivitäten, zum Austausch von Informationen sowie zum geselligen Zusammensein.

Kontakt: Iris Haupt, Tel. 98927

Die nächsten Termine

  • 05.09.2019
  • 19.09.2019
  • 17.10.2019
  • 31.10.2019

Klever Tafel

Wenn auch Sie bedürftigen Menschen in Kleve helfen möchten, dann nehmen Sie doch beim nächsten Einkauf ein Teil mehr mit und bringen dies in die Sammelkörbe für die Klever Tafel. Diese stehen sonntags am Eingang der Kirchen und während der Woche in den Gemeindehäusern.
Gesammelt werden nicht verderbliche Lebensmittel sowie Hygieneartikel.

Ein Mal pro Woche leeren Ehrenamtliche die Körbe und bringen ihren Inhalt zur Klever Tafel.
Machen Sie auch mit! Es ist ja nur ein Teil mehr.

Wenn Sie bei der Tafel ehrenamtlich mitarbeiten möchten, wenden Sie sich bitte an

Klever Tafel
Briener Straße 6b (im XOX-Gelände)
47533 Kleve

Telefon: 02821 / 9721407
E-mail: klever-tafel@t-online.de